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Er erfand den Smoking für Frauen und entwarf mondrianbunte Kastenkleider: Modeschöpfer Yves Saint Laurent. Der scheue Designer hat aber nicht nur der Modewelt ein großes Vermächtnis hinterlassen. In Marrakesch restaurierte Saint Laurent in den achtziger Jahren den verwilderten Majorelle-Garten und übergab ihn der Öffentlichkeit. In dem Garten soll seine Asche verstreut werden.
Jahrzehntelang verwilderte der Garten, bis der Designer Yves Saint-Laurent ihn in den späten achtziger Jahren aufkaufte, restaurierte und an die Kommune übergab. Nach seinem beruflichen Ausscheiden 2002 war die Villa Marrakesh eine von drei Rückzugsorte für den scheuen Modeschöpfer.
Es lag ein besonderer Zauber über den Garten.
Es war noch früh am Morgen, und nur wenige Besucher spazierten umher. Die Gärtner waren emsig beschäftigt die Anlage zu bewässern. Den Lärm der Straße hörten wir nicht mehr, als wir eintraten in diese grüne Pflanzenwelt. Es war eine Pracht der Farben und der Formen.
Kakteen, Palmen, Bambuswäldchen, Bougainvilleen, Hibiskus, Weihnachtsstern-gewächse, Zinnien, Seerosen, Lotusblüten... Immer wieder trafen wir auf Blau und Gelb. Kleine Mauern, Pavillons, Beetabgrenzungen und amphorenartige Gefäße waren in diesen satten leuchtenden Farben bemalt.
Und wenn man die Augen schloss: den Duft der Blumen und den Gesang der Vögel und das Plätschern des Wassers. Ein Paradies inmitten der orientalischen Stadt, fast wie ein Traum.
Im Jahre 1924 erwarb der französische Maler Jacques Majorelle aus Nancy (Lothringen) in Marrakesch ein Grundstück, und machte dann 1947 den entstandenen Garten der Öffentlichkeit zugänglich. Nach seinem Tode 1962 verwilderte der Garten. Doch der Pariser Modeschöpfer Yves Saint Laurent erwarb den Garten und restaurierte ihn.
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